Weingarten



Während des gesamten Produktionsprozesses bemühen wir uns um jedes einzelne, auch unbedeutend erscheinende Detail, von der Bodenzusammensetzung über die Auswahl der besten Pflanzen bis zu den Materialien für die Verpackung des Weins.

DIE PFLEGE DES WEINBERGS
Vor der Anlage wird der Boden bis in die Tiefe bearbeitet, von mindestens 1 bis zu 1,2 m.
Diese Bearbeitung ermöglicht die Durchmischung der Bodenschichten und durch die Sauerstoffanreicherung wird den vorhandenen Mikroorganismen Vitalität verliehen. Danach werden 16 Parameter kontrolliert, mit denen die Zusammensetzung des Bodens bestimmt wird. Diese Analysen werden regelmäßig alle 5 Jahre durchgeführt, um den Zustand des Bodens zu überwachen und bei Stresszuständen korrekt eingreifen zu können, bevor der Rebstock anfängt darunter zu leiden. Wir wählen nicht nur die Rebsorten entsprechend der Bodeneigenschaften jeder Parzelle aus, auch die Pfropfmethode wird von Fall zu Fall angepasst und Aussetzung und Ausrichtung der Reihen ist wichtig für die gute Reifung der Trauben und die Kontrolle Krankheit erregender Pilzbefälle. Die Bearbeitung des Bodens wird auch während des Wachstumszyklus des Rebstocks weitergeführt, um den Boden immer vital zu erhalten und die Wurzeln in die Tiefe wachsen zu lassen, wo der Grund frischer ist.

DER VOLKSMUND SAGT ...
...“der Weinberg muss von Kaninchen gedüngt werden” und bezieht sich dabei auf den
Einsatz kleiner Mengen Dünger. Diese Theorie geht aber nicht auf die natürliche Verfügbarkeit der Elemente im Boden und den Verbrauch der Pflanze ein, die nicht immer konstant sind. Paradoxerweise besteht beim Einsatz kleiner Mengen Dünger das Risiko beim einen oder anderen Element zu übertreiben oder der Pflanze sonstwie Stress zu bereiten.


EIN GESTRESSTER REBSTOCK PRODUZIERT KEINE QUALITÄT
und bringt genau wie ein gestresster Mensch keine 100%ige Leistung. Wir überprüfen unsere Weinberge regelmäßig und achten auf Symptome von Unausgewogenheit bei den Nährstoffen. Regelmäßig werden Blattanalysen durchgeführt, um die vorhandenen Elemente zu kontrollieren. Wir behandeln unsere Pflanzen wie Rassepferde. Wir verwenden nicht wie andere komplexe Dünger, um Kosten zu reduzieren sondern setzen nur dann, wenn es notwendig wird, die einzelnen Elemente ein, in mehreren Durchgängen und zu verschiedenen Zeiten, je nach Anforderung der Periode, und reduzieren damit auch die Auswirkungen auf die Umwelt ein.

TRADITIONSGEMÄSS
“So wie unsere Großväter” sagen Weinbauern von heute, vergessen dabei aber ganz, dass unsere Großväter weder über das Wissen noch die Technologien von heute verfügten. Ganz zu schweigen vom heutigen Weinbau, der sicher nicht der von vor 100 Jahren ist. Fachgerechten Weinbau gab es damals nur in einigen Hügelgebieten.
Nur bei ständigem Einsatz unter streng wissenschaftlichen Kriterien können wir uns erwarten 100%ige Leistung zu erzielen, und das ist es, was die Tradition uns überliefert, so machten es unsere Großeltern Rubini, und stellten an erste Stelle die Achtung vor der Umwelt. So bringen wir nicht nur Wissenschaft mit in den Weinbau, jeden Tag gehen wir mit Leidenschaft an unsere Arbeit.


DIE UMWELT IST DAS WICHTIGSTE ERBE, DAS WIR UNSEREN KINDERN HINTERLASSEN KÖNNEN

Wir haben unsere Wahl getroffen: LANDWIRTSCHAFT MIT NIEDRIGER UMWELTEINWIRKUNG. Und das ist unsere Philosophie, nicht nur die Reaktion auf eine “MISURA F” (MASSNAHME F) genannte Gesetzesverordnung. Bevor wir eine Behandlung durchführen überprüfen wir anhand klimatischer Daten und Feldbeobachtungen zuerst, ob sie wirklich notwendig ist.
Wir führen (im Vergleich zum örtlichen Durchschnitt) weniger Behandlungen durch und wählen niedrig dosierte Produkte mit niedriger Umwelteinwirkung aus. Wir arbeiten mit Technologie, die Dosierung von Schädlingsbekämpfungsmitteln bis um 20% im Vergleich zur empfohlenen Dosierung, sowie den Wasserverbrauch um 85% zu reduzieren (nur 150 l/Ha gegenüber den 1000 l/Ha bei normalem Volumen) und damit die Nutzung einer immer wertvoller werdenden natürlichen Ressource einzugrenzen, und außerdem die Ausspülung zu begrenzen, wodurch das schädliche Verbreiten dieser Produkte in der Umwelt vermieden wird. Wir haben uns ein Protokoll auferlegt, dass strenger als die “MISURA F” ist, derentsprechend wir keine Produkte schädlicher oder giftiger Klassen anwenden außerdem benutzen wir keine chemischen Unkrautbekämpfungsmittel. Die Unkrautvertilgung erfolgt mechanisch durch das Mähen oder die Bodenbearbeitung; sicher bringt diese Bearbeitung höhere Kosten mit sich, aber für die Umwelt kann man eben nie genug tun.


TERROIR: DER GENETISCHE CODE DES WEINS
Wie das DNA jedes Lebewesen auszeichnet, so bestimmen Terroir sowie die Wechselbeziehung zwischen Mensch, Weinstock und Gebiet den Wein, wobei die Menschen hier nicht eingreifen sondern begleiten; sie haben die Aufgabe das zu respektieren, was das Gebiet dem Weinstock gibt. Ein Film mit Weinstöcken als Hauptdarsteller, der in diesem kleinen Paradies, den “Colli Orientali del Friuli” spielt und bei dem der Mensch Regie führt, mit der Aufgabe die Eigenschaften der Schauspieler freizulegen, harmonisch gegeneinander auszuspielen und hervorzuheben: mergelig-sandige Böden, Nordostwinde und milde, von der Adria kommende Ströme, die auf unseren Hügeln aufeinander treffen . Einzigartige, nicht reproduzierbare Faktoren, die unsere Weine ebenfalls einzigartig machen. Faktoren, die nicht von Menschenhand verändert werden können, wir greifen nicht auf forcierte Bearbeitungsmethoden wie Bewässerung zurück, unsere einzige Ressource ist die pure Natur.

 

DIE REIFE DER TRAUBEN
Ein äußerst komplexer Prozess, bei dem viele Faktoren eingreifen. Insgesamt gibt es 25 Kontrollen, bei denen die für die Qualität der Traube wichtigen 10 Parameter überprüft werden. Wir verfolgen den Reifeprozess kontinuierlich, ab spätestens einem Monat vor der Lese, um den optimalen Zeitpunkt für die Ernte zu bestimmen. An jedem Posten Trauben werden mindestens 30 Kontrollen durchgeführt, zusätzliche 10 bei den blauen Trauben. Außerdem muss jeder Traubenposten einen sensoriellen Test bestehen, bei dem das Gleichgewicht zwischen Säure und Zucker, der Reifegrad der Tannine und der Traubenkerne bewertet werden. Zu viele vergessen heutzutage, dass die Kerne zur Traube gehören und deshalb einen Einfluss auf die Mostverarbeitung haben.


DIE BEACHTUNG DER PRIMÄRAROMEN
Unsere Weißweine zeichnen sich durch die Intensität der Fruchtaromen aus
. Das gesuchte Resultat ist erst dann erreicht, wenn wir im Wein alle Wahrnehmungen der reifen Traube wiederfinden. Das kann nur mit der der der Methode der Überreduktion bei der Vinifikation erreicht werden. Der Kelterprozess erfolgt unter komplettem Sauerstoffausschluss. Wir sind das erste Unternehmen, das eine innovative Technologie eingesetzt hat, wir pressen unsere Trauben sauerstoffrei und bei gefürter Temperatur. Wir verwenden ausgesuchte Hefearten. Dass ausgesuchte Hefe Weine standardisieren ist falsch, im Gegenteil: sie heben deren Besonderheiten hervor.
Beim Fruchtzuckergehalt geht es um einen Molekülkomplex, der sich während des Reifungsprozesses der Trauben entwickelt. Diese Moleküle sind häufig nur in einer Größenordnung von einigen Dutzend Millionsteln Gramm vorhanden; man kann sich leicht vorstellen wie schnell dieses empfindliche Gleichgewicht gestört werden kann. Dem Most fügen wir obergärige Hefekulturen (Back- oder Weinhefe - Saccaromyces Cerevisiae) zu, die nur die Mostzucker angreifen und sie in Alkohol verwandeln, wobei der Sortencharakter erhalten bleibt. Die auf den Trauben vorhandenen Hefepilze gehören häufig zu verschiedenen Spezies oder sogar Arten, sie verwandeln die Zucker in Essigsäure und greifen die für das Terroir typischen Aromen an.


DIE EVOLUTION DER ROTWEINE
Blaue Trauben werden im Durchschnitt 10 Kontrollen mehr als weiße Trauben unterzogen, da wir bei ihnen auch die Antozyane (der Wirkstoff, der den Rotwein rot färbt), die Tannine und andere Parameter untersuchen müssen, die anzeigen, ob die Trauben für einen großen zur Lagerung geeigneten Wein geeignet sind. Sie werden bei fortgeschrittener Reife geerntet, fermentieren mindestens 2 Wochen auf den Schalen, wobei der Most häufig gemischt und der Tresterhut hinuntergestossen wird, um das Volumen des Weinmosts, der Kontakt mit den Schalen hat, zu steigern. Diese Weine werden mindestens 18 Monate lang ausgebaut, wobei sich je nach spezifischen Anforderungen des Weins Lagerperioden in Holzfässern, Barrique oder Tonneaux abwechseln. Nach diesen Perioden werden die Weine verkostet und in Flaschen abgefüllt oder noch einige Monate oder sogar Jahre lang weiter ausgebaut, bis der Wein seine komplette Reife erlangt hat.

AUFMERKSAMKEIT UND SORGFALT BEI DEN DETAILS
Mindestens 25 mal wird jeder Wein kontrolliert, bevor er abgefüllt wird, um seine Evolution und korrekte Lagerung zu überprüfen. Die Korken werden vor der Abfüllung analysiert, wobei 3 Parameter kontrolliert werden, außerdem werden 400 Degustationen durchgeführt, bevor sie für das Verschließen unserer Weine verwendet werden. Die Abfülllinie stammt aus der letzten Generation. Jede Flasche wird mit mikrogefiltertem Wasser gewaschen, das abtropft, bevor die Flasche mit Stickstoff gefüllt wird. Der Wein wird bei kontrollierter Atmosphäre abgefüllt und der Luftdruck in den Flaschen wird vor dem Verkorken gemindert, damit kein Sauerstoff verbleibt und die Sterilität gewährleistet ist.

ALLES IN EINEM GLAS
Beim Verkosten eines Weins verwandeln unsere Lippen, unsere Zunge, Gaumen, Hals, Nase, Hände und Augen das, was angebaut wurde, in Poesie. Düfte, Farben, Geschmack, Reflexe, Körper, Fruchtzuckergehalt – ein Überschwang an Empfindungen, die sich mit poetischer Harmonie verbinden; Wein ist mehr als ein Aperitiv oder ein Element, das zu erlesenen Gerichten gereicht wird. Wein ist Geschichte, ist Tradition, Jahrhunderte der Entwicklung mit Misserfolgen und Ruhm. Dutzende Männer und Frauen, Hände, Millionen Regentropfen, hunderte Sonnenauf- und –untergänge haben jede einzelne Traube berührt, die – durch Einsatz und Leidenschaft – zu Wein geworden ist.

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